Animenews: Auf was können wir uns bereits für das Jahr 2018 freuen?

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Wir, von Motherbot sind ja gewissermaßen Connaisseurs des Games-, Anime- und Nerd-Genusses. Die Eindrücke und Erkenntnisse unseres Rundgangs wollen wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten. Hier meine Animenews und warum ich mich auf die vorgestellten Werke für Ende 2017 und 2018 bereits tierisch freue.

Darling in the Franxx

Fangen wir mit meinem persönlichen Favoriten an: Darling in the Franxx, eine Koproduktion zwischen A-1 Pictures und dem Studio Trigger. Anhand meines Beitrags zu Shelter wird dem einen oder anderem aufgefallen sein, dass ich ein großer Fan der Werke von A-1 Pictures bin. Das Studio Trigger hingegen wird vielen durch ihr Aushängeschild Kill la Kill ein Begriff sein.

Studio Trigger hat durch seine ausufernde Action-Szenen, überschwänglichen Humor und Experimentierfreudigkeit viele Fans für sich gewinnen können. Die kreative Freiheit und der Wille mit Risiko an die Erschaffung ihrer Werke zu gehen, gepaart mit den bildhaft schönen Kulissen von A-1 Pictures, lassen auf eine weitere wundervolle Immersion schließen.

Key Visual ©Trigger und A-1 Pictures

Bisher sind der oben abgebildete Trailer, ein Key Visual und Kurzvideos zu den Charakteren veröffentlicht worden. Die Kurzvideos gehen dabei auf Illustrationen und Zitate der Piloten ein. Aus diesen ist zu entnehmen, dass es sich um die weiblichen Mechafiguren Franxx und deren Piloten drehen wird. Nur in zusammengehörigen Paaren lassen sich die Franxx steuern, womit Kompatibilitätsprobleme, verschiedene Ideologien und somit eine mahlzeitgerechte Portion Drama vorprogrammiert sein dürften.

Godzilla

Der Titel Godzilla bringt mittlerweile nicht nur bei Japanern den Angstschweiß zum Vorschein. Wer sich an die Hollywoodadaption aus dem Jahre 2014 zurückerinnert, wird vermutlich ein Gefühl der Enttäuschung feststellen. Die Kombination aus der traditionellen Zerstörungswut der Urzeitechse, gepaart mit hochmoderner Technik und dem Schauspieler Bryan Lee Cranston (Breaking Bad) ließ die Erwartungshaltung von Fans und Neueinsteigern gleichermaßen in die Höhe schießen.

Was dabei rauskam, war nicht mehr als ein plumper Versuch das Franchise auch für die westlichen Zuschauer zugänglich zu machen. Es ist wieder Zeit den Animationsmeistern aus dem fernen Osten das Regieszepter zu überreichen und dem Godzilla Franchise einen würdigen Anime zu spendieren. Auf der Anime Japan Convention 2017 wurde von Toho Animation verkündet, dass jenes Vorhaben nun in die Realität umgesetzt wird.

Der kommende Anime wird aus drei zusammenhängenden Filmen bestehen. Der erste Teil wird den Titel „Godzilla: Monster Planet“ haben und am 17ten November auf Netflix seine weltweite Premiere feiern.

Ankündigungsposter © Toho Animation

Das interessante an dieser Adaption wird ohne Zweifel die Story sein. Denn während des 20ten Jh. erscheinen auf mysteriöse Weise gigantische Kreaturen mit der Bezeichnung Kaiju (die Monster, gegen die unsere zu groß geratene Echse antritt) und Godzilla.

Nach unzähligen Niederlagen muss sich die Menschheit ihre Machtlosigkeit eingestehen und auf einen fernen Planeten flüchten, der 11.9 Lichtjahre entfernt liegt. Durch gewisse Umstände beschließt eine Menschengruppe zur Erde zurückzukehren. Doch durch das durchschreiten des Hyperraums sind tausende von Jahren vergangen und die Erde hat sich zu einem uns unbekannten Planeten verändert, welche von Godzilla nun beherrscht wird.

Key Visual © Toho Animation

Monsterschlachten, gigantische Zeitsprünge und interstellares Reisen. Dazu noch todschicke Spacesuits, welche an Blame! erinnern. Was will das Fanherz noch hören, um einen entzückenden EKG-Wert sich anzeigen zu lassen? Wenn die Produzenten das CGI nun nicht völlig inflationär einsetzen, dann steht uns ein großes Actionspektakel bevor, welches nicht nur Genrefans begeistern sollte.

I want to eat your pancreas

Als letztes kommen wir zu einem Animefilm mit dem seltsamen Titel I want to eat your pancreas (Ich möchte deine Bauchspeicheldrüse verspeisen). Bei diesem Titel muss man unweigerlich an einen Zombiesplatter denken, doch handelt es sich bei der Light Novel Adaption von Yoru Sumino um eine herzergreifende Geschichte eines Schicksalsschlags und dem schwierigen Unterfangen damit umzugehen.

Die Geschichte dreht sich um Takumi einem Lehrer einer typischen High-School. Eines Tages wird er durch einen seiner Schüler an seine Schulzeit erinnert und die bittersüße Tragödie, die sich zu seiner Zeit dort ereignet hat. Es handelt von der Romanze, die er mit seiner Mitschülerin Sakura hatte. Diese leidete an Bauchspeicheldrüsenkrebs (ahaaa!, daher also der Name) und ihre Tage auf dieser Welt waren gezählt.

Anstatt es ihren Mitschülern zu berichten, behielt Sakura dieses Geheimnis für sich und Takumi kam nur dahinter, weil er zufällig ihr Tagebuch las. Auf Drängen von Sakura versprach Takumi das Geheimnis zu bewahren und die letzten Tage an ihrer Seite zu verbringen. So kamen die zwei sich unweigerlich näher.

Anime Key Visual © Aniplex

Key Visual © Aniplex

Schon jetzt wird I want to eat your pancreas mit den Größen Your Name und A Silent Voice aufgrund dessen Aussagekraft, Erzählkunst und Bildgewalt verglichen. Die Themen Hoffnungslosigkeit, Machtlosigkeit, sowie Zugehörigkeit spielen eine zentrale Rolle und werden uns Zuschauern durch Einblicke in das Seelenleben eines Protagonisten gewährt, der sich mit der Frage, was-wäre-wenn sein Leben lang auseinandersetzen muss.

Wir können uns somit bereits auf einen neuen Tearjerker freuen. Wer bei den oben erwähnten Titeln schon zu Tränen gerührt wurde, sollte sich die Woche nach dem Schauen eine „emotionales-Wrack-Auszeit“ nehmen.

I want to eat your pancreas soll im Jahr 2018 erscheinen und wird von Aniplex produziert. Das Werk ist bereits jetzt in der Liste der am meist erwarteten Anime für das kommende Jahr und zusätzlich ein Anwärter für etliche Awards in Japan. Nicht nur der Hype-Train steht für das kommende Werk bereit. Der Feels-Train wird ihm auf kürzester Distanz folgen.

Das Jahr 2018 soll uns nicht enttäuschen

Damit sind wir am Ende unserer Vorstellung, der aufkommenden Hype-Projekten. Zusammen mit dem bereits vorgestellten Violet Evergarden wird uns bereits jetzt ein spannendes Animejahr 2018 erwarten. Es sind natürlich noch weitere großartige Projekte schon in den Startlöchern, doch haben die vorgestellten Werke etwas fesselndes an sich.

Sei es eine spannende Kooperation, eine frische Idee, oder eine makellose Präsentation. Sie alle sind gern gesehene Elemente, die in uns Zuschauern immer wieder eine ergreifende Resonanz auslösen und die Erwartungshaltung nach oben katapultieren lassen.

 

Khoa hat sich schon seit jeher der Anime und Mangawelt hingegeben. Da sich die Beziehung zwischen Japanern und ihren virtuellen Partnern durch den Technologiefortschritt zu intensivieren scheint, hat er es sich zur Aufgabe gemacht nach der perfekten Waifu zu suchen.