Kingsman 2: The Golden Circle Film Review – Der etwas andere Bondfilm

Movies Review Trailer

Der bestgekleidete Agent aller Zeiten ist wieder da um uns an das Kingsman Motto zu erinnern: „Manners maketh man.“
Kingsman 2: The Golden Circle, der zweite Teil um den neuen Agenten Eggsy – Codename: Galahad – der Geheimorganisation Kingsman ist erst seit kurzem im Kino und spaltet jetzt schon die Zuschauer.

Ein Jahr ist seit dem Ende des ersten Teils vergangen. Eggsy ist ein erfolgreicher Agent der Kingsman und führt eine liebevolle Beziehung mit seiner Freundin Tilda, der Kronprinzessin von Schweden. Doch als er sich grade bei einem Kennenlerndinner mit ihren Eltern befindet, wird sein Haus und der Stützpunkt der Kingsman in die Luft gejagt. Nur er und Merlin – der Tech-Guru der Kingsman – bleiben am Leben.

Eggsy and Merlin in einer Zwickmühle © Marv FIlms © 20th Century Fox

Als letzte Überlebende ihrer Organisation und beherrscht von dem Gedanken an Rache, leiten sie das Doomsday-Protokoll ein. Das führt sie zu den Statesman, einer weiteren Geheimorganisation, die sich als Whiskey-Brennerei in Kentucky tarnt. Gemeinsam versuchen sie die Verantwortlichen für den Anschlag auf Kingsman ausfindig zu machen. Und die Hinweise deuten alle auf eine geheime Terrororganisation mit dem Namen The Golden Circle.

Kein Name zu groß

Wenn ich ehrlich bin, habe ich seit dem Moment in dem ich 2015 aus dem Kinosaal kam, in dem ich mir Kingsman: The Secret Service angeschaut hatte, auf eine Fortsetzung gewartet. Und ich wurde nicht enttäuscht. Bereits einen Monat später kündigte man die Entwicklung des zweiten Teils an. Und nun, zwei Jahre später ist es endlich so weit. Nicht nur sind die bekannten Gesichter von Taron Egerton, Mark Strong und Colin Firth wieder dabei, auch sonst hält der Film sich bei der Star-Besetzung nicht zurück. Julianne Moore spielt als Widersacherin mit, während Halle Barry, Pedro Pascal und Channing Tatum unseren Held Eggsy tatkräftig unterstützen. Ganz abgesehen von weiteren Gastauftritten, die ich lieber nicht spoilern möchte 😉

Julianne Moore als Poppy © Marv FIlms © 20th Century Fox

Die Kingsman Filme basieren zwar auf der gleichnamigen Comicreihe von Mark Millar, doch ihren eigentlichen Ursprung haben sie in einer Unterhaltung zwischen Regisseur Matthew Vaughn und Mark Millar höchstpersönlich, in der die beiden darüber lamentierten, wie ernst Spionfilme in den letzten Jahren geworden sind. Daraus entstand der Wunsch einen wirklich lustigen Film dieser Art zu produzieren, der mit den Genremerkmalen spielt, sie überdreht und zum Teil ins Lächerliche zieht. Und das kam bei Kingsman: Secret Service ziemlich gut an.

Nun wurde in Teil 2 an diesem Erfolgsrezept nicht viel verändert und wieder funktioniert es. Die Story ist erneut total abgefahren. Eine gewaltige Explosion löscht eine gesamte Organisation aus, ein Mann wird in einen Fleischwolf geworfen und der schwedische König und seine Frau lernen ihren neuen Schwiegersohn bei einem typischen, unangenehmen Familiendinner kennen. Und das alles in den ersten 30 Minuten.

Vaughn bleibt sich treu

Und gerade das finde ich an dem Film so super. Ich bewundere den Regisseur Matthew Vaughn für diese Entscheidung. Denn mehr und mehr Filme heutzutage werden viel zu sehr „homogenisiert“ und für eine größtmöglichste Masse hergestellt. Dabei verliert man aber viel von dem Charme, den Filme haben können, wenn sie eben nicht jedem gefallen müssen. Gerade Nischenfilme wie Donnie Darko gewinnen im Laufe der Zeit ein großes Following, ohne im Kino besonders gut anzukommen. Sowas findet sich heutzutage immer seltener.

Deshalb ist folgendes vielleicht das beste was man zu Kingsman 2: The Golgen Circle sagen kann: Wenn man den ersten Teil gut fand, wird man diesen genauso lieben. Wenn man ihn scheiße fand, wird sich das jetzt auch nicht ändern. Wer jedoch Elton John in einem bunten Federoutfit sehen möchte, sollte ihn sich nicht entgehen lassen!

Melle ist als Manga und Animefan aufgewachsen und hat sich mit der Zeit mehr und mehr auch zu einem riesigen Film- und Serienfan entwickelt. Nebenbei hat sie noch ein großes Fable für Games. Schreiben war schon immer eine große Leidenschaft von ihr, die sie nun beruflich umzusetzen hofft.